Integration: gegen Gewalt – für Toleranz!

01.10.2010 – 30.09.2013

Das dreijährige Projekt wurde in Kooperation mit Integrationsnetzwerk Sachsen e.V. durchgeführt. Hauptziel des Projekts war es, junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund dabei zu unterstützen, eigene Projektideen zu entwickeln und diese umzusetzen. Die Jugendlichen erhielten so eine Möglichkeit sich einzubringen, das Gemeinwesen aktiv mitzugestalten und ihre Fähigkeiten und Potentiale weiterzuentwickeln. Demokratie wurde direkt erfahrbar. Gleichzeitig sensibilisierte das Projekt gezielt für die Problematik Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sowie förderte Toleranz und Verständnis. Aktive Partner bei der Projektumsetzung waren die Migrantenorganisationen des Integrationsnetzwerks.

Für die Umsetzung der Ziele wurden drei Schwerpunkte im Projekt verfolgt:

  1. Jugendbildungsarbeit – Jugendliche stärken Jugendliche
  • Konzeption und Durchführung präventiver Maßnahmen in der Jugendbildungsarbeit für jugendliche SpätaussiedlerInnen, jugendliche ZuwandererInnen und einheimische Jugendliche
  • Ausbildung jugendlicher Multiplikatoren
  • Weiterbildung bereits ausgebildeter jugendlicher Multiplikatoren zu den Themenfeldern Rechtsextremismus und gewaltfreie Konfliktlösung
  1. Elternarbeit – Stärkung und Unterstützung
  • Informations- und Aufklärungsarbeit mit den Eltern jugendlicher Zuwanderer, um für das Thema Rechtsextremismus zu sensibilisieren
  • Organisation und Durchführung von Elternseminaren und Workshops
  • Förderung der Erziehungskompetenz der Eltern
  1. Vernetzung und Austausch
  • Befragung in Migrantenorganisationen und Mitgliedsvereinen des Integrationsnetzwerkes zur Bedarfsanalyse
  • Schaffung und Etablierung einer Arbeitsgruppe für den Austausch und das gemeinsame Entwickeln von bedarfsorientierten Maßnahmen

Die gesetzten Ziele wurden mithilfe von teilnehmer- und handlungsorientierten Methoden der Jugend- und Erwachsenenbildung erreicht (Projektwerkstätten, Seminare und Workshops, erlebnispädagogische Angebote, kreative Angebote (Theater, Tanz und Musikprojekte)).

Im Rahmen des Projektes wurden Jugendliche mit Migrationshintergrund an die Strukturen und Netzwerke der Jugendhilfe und der Jugendverbandsarbeit herangeführt. Sie wurden auch gezielt in den Bereichen Projektmanagement, Finanzmanagement und Öffentlichkeitsarbeit geschult, um eigene präventive Projekte künftig selbständig durchführen zu können.

Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.