Die Brücken stehen!

Der djo LV Sachsen e.V. organisierte vom Dezember 2013 bis November 2015 das Jugendprogramm „JEBB!!!-Junges Engagement Baut Brücken“. Mit dem Programm, welches in Zusammenarbeit mit den Vereinen Das Zusammenleben e.V. aus Freital, Haus der Begegnung e.V. aus Kamenz, Leuchtturm-Majak e.V. aus Bautzen und Miteinander e.V. aus Weißwasser durchgeführt wurde, hatten junge Leute die Möglichkeit, sich mit ihren Ideen aktiv in die Gesellschaft einzubringen und so zu Brückenbauern zwischen Kulturen zu werden. Die Jugendlichen konnten ihre Ideen mit Hilfe von Kleinprojekten realisieren und erhielten dafür die nötige fachliche und finanzielle Unterstützung. Das Programm wurde von der Stiftung Aktion Mensch gefördert.


In zwei Projektzyklen konnten die Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund in Dresden und im Landkreis Ostsachsen ihre eigenen Projekte planen und realisieren. Jeder Programmzyklus startete im März mit einem Starterseminar, wo sich die TeilnehmerInnen mit den Themen Öffentlichkeitsarbeit, Projektmanagement und Finanzen beschäftigten. Auf diesem Seminar wurden auch die ersten Projektideen entwickelt. Der djo Landesverband Sachsen half dabei, erste Ideen zu konkretisieren und die Projekte zu planen. Innerhalb eines halben Jahres realisierten die Jugendlichen ihre Projekte. In dieser Zeit wurden sie bei allen inhaltlichen und organisatorischen Fragen beraten und gecoacht. Im Oktober fand immer das Auswertungsseminar statt, in dem die Projekte reflektiert wurden und die beteiligten Jugendlichen und junge Erwachsene Ideen für ihr weiteres Engagement sammeln konnten.


Das Programm sprach insbesondere junge Menschen mit Zuwanderungs- und/ oder Fluchterfahrung an und unterstützte vor allem die Projektideen mit einem interkulturellen Bezug.
Insgesamt wurden in zwei Projektrunden 14 erfolgreiche Kleinprojekte durchgeführt. Das Projektspektrum war sehr breit und bunt: vom internationalen Kochkurs über eine Bildungsfahrt nach Sachsenhausen, einen Medienworkshop, einen PC-Kurs bis zum Fußballturnier mit Asylsuchenden. Das Ziel, die Jugendlichen und junge Erwachsene aktiv in die Gesellschaft einzubringen und zu MultiplikatorInnen auszubilden, wurde erfolgreich erreicht. Einige Projekte laufen sogar weiter. Vor allem das Projekt Singasylum, das Einheimische aus dem Stadtteil Leuben in Dresden mit Asylsuchenden bei den wöchentlichen Chorproben zusammenbringt, wächst jeden Tag und das Projektteam wurde als Jugendiniative im September als neues Mitglied des Landesverbandes aufgenommen.


Des Weiteren konnten dank der Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern die Bedarfe der Migrantenselbstorganisationen betrachtet und ein aktives Netzwerk aufgebaut werden. Es wurden in zwei Jahren drei Ehrenamtseminare zu den Themen Öffentlichkeitsarbeit in der Jugendarbeit, Teilnehmergewinnung und Kinderschutz durchgeführt. Gewonnene Erfahrungen dienten dann als Impulse für die Diskussion im Rahmen der Tagung „Interkulturelle Öffnung in der Jugendverbandsarbeit“, die der djo Landesverband Sachsen im Oktober veranstaltete.

Was wurde in den zwei Jahren alles geschafft und geleistet, findet ihr hier:

Filmdokumentation: JEBB!!! - Filmdokumentation